Fall

Wenn ich in den Abgrund falle,

am Ende meines Lebens, meiner Karriere, meiner Laufbahn,

wenn das Leben keinen Sinn mehr hat,

wenn man ans Geschehene denkt,

was für eine Verschwendung man war,

wie rücksichtslos man durchs Leben ging,

doch man war zu weit gegangen,

man hatte den Abgrund nicht gesehen,

doch nun erblickt man etwas Neues,

einen Kübel, in dem sich ähnlich wertlose Dinge wie man selbst befinden.

Und während man fällt,

blickt man noch einmal zurück,

denkt an sein altes Leben,

seine alten Gewohnheiten,

seine alte Heimat,

um sich dann umzudrehen,

um dem Gevatter in die Augen zu blicken,

sich dem Unvermeidlichen zu stellen,

alles Bisherige loszulassen,

das bis jetzt von Bedeutung war,

denn nun ist alles wertlos,

man nähert sich dem Kübel,

fällt hinein…

und sieht nichts mehr.

Man will sich dem Tod stellen,

doch man bekommt die Augen nicht auf,

zu lange war das Fallen,

zu anstrengend das Dichten,

man will aufstehen,

es knistert,

man fällt hin –

und sieht nun endlich die Umgebung,

und auch das Plastik-Sackerl,

auf dem man gelandet ist,

gleich neben einer alten Bananenschale.